Die digitale Buchvernissage zeigt, was KI kann, und lässt das Urteil bei uns

Oct 4, 2026 • 2 min read

Meine digitale Buchvernissage zu «Die vier Reiter. Was die KI mit unserem Urteil macht» beginnt mit einer KI-Stimme. Schon die Begrüssung zeigt Ihnen, wie sich Video, KI und Buchvermarktung verbinden lassen. Zugleich gehört die Entscheidung, was wir der Maschine überlassen, zum Thema meines Buches.

Der Herold übernimmt die Begrüssung

Für diesen Abend habe ich den Herold als digitalen Gastgeber geschaffen. Er begrüsst Sie, ausdrücklich als KI. Die künstliche Stimme wird also nicht versteckt, sondern gehört von Anfang an zur Form der Vernissage.

Natürlich hätte ich die Begrüssung selbst sprechen können. Mein Schweizer Hochdeutsch und mein Walliser Dialekt liefern dem Herold gleich einen Anlass für einen kleinen Seitenhieb. Das darf sein. Ein Buchabend muss nicht mit feierlichem Ernst beginnen, nur weil sein Thema ernst ist.

Die Rollen bleiben dabei klar: Der Herold ist Gastgeber. Das Buch ist meines. Eine andere Stimme übernimmt die Begrüssung, nicht meine Verantwortung für den Inhalt.

Der Buchabend braucht keinen Saal und keine feste Zeit

Mit dieser Form zeige ich konkret, was mit Video, KI und Buchvermarktung möglich ist. Die Technik wird nicht bloss beschrieben. Sie übernimmt bereits in der Begrüssung eine Aufgabe.

Die digitale Buchvernissage hat keinen Saal und keine festen Zeiten. Jeder Gast geht in seinem eigenen Tempo durch den Abend. Sie müssen sich also nicht nach einem gemeinsamen Beginn richten.

Für mich ist das etwas Besonderes. Dafür brauche ich keine Behauptung, dass es die erste Veranstaltung dieser Art auf der Welt sei. Mein Satz dazu lautet: «Wir schreiben damit Geschichte.»

Die Maschine darf sprechen, das Urteil bleibt unseres

Eine KI als Gastgeber einzusetzen, widerspricht meiner Haltung nicht. KI ist nur Wissen ohne Erfahrung und Verantwortung. Ich nutze sie mit Mass, zum Recherchieren und Ordnen. Zuerst kommt die eigene Antwort, dann die Maschine.

Mein Buch ist deshalb kein Buch gegen die KI. Es ist ein Buch für das eigene Urteil. Was kann die Technik übernehmen? Und was bleibt bei uns? Diese Unterscheidung gilt auch dann, wenn eine künstliche Stimme freundlich durch einen Buchabend führt.

Am Schluss der Vernissage wartet ausserdem ein Überraschungsgeschenk auf alle, die sich registriert haben. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht.

Die Stimme darf künstlich sein. Das Urteil bleibt unseres.

Ihre Stimme zählt

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